Geänderte Übergangsbereichsformel 2020

Im Übergangsbereich mit einem regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelt zwischen 450,01 und 1.300,00 Euro tragen Arbeitnehmer(innen) verminderte Sozialversicherungsbeiträge. Durch die Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes zum 1.1.2020 ändert sich die Formel zur Beitragsberechnung.

Um die Arbeit im Niedriglohnbereich bis 1.300,00 Euro monatlich attraktiv zu machen, gelten für die Ermittlung der beitragspflichtigen Einnahmen und die Verteilung der Beitragslast Besonderheiten. Während der Arbeitgeber seinen vollen Arbeitgeberanteil aus dem erzielten Arbeitsentgelt zu entrichten hat, steigt die beitragspflichtige Einnahme für den Arbeitnehmer linear bis zum vollen Arbeitsentgelt an.

Das beitragspflichtige Arbeitsentgelt wird dazu nach einer etwas sperrigen Formel ermittelt: F x 450 + 1,130870589 x (AE - 450). Dabei ist AE das tatsächlich gezahlte Arbeitsentgelt und F der Faktor, der sich bei Teilung der Pauschalbeträge von 30 Prozent für geringfügig entlohnte Beschäftigungen durch den durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz ergibt. Dieser setzt sich zusammen aus den Beitragssätzen zur Kranken- (inkl. durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz), Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Durch die Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes ab 2020 auf 1,1 Prozent ändert sich der Faktor F auf 0,7528. Damit lässt sich die Berechnungsformel ein wenig vereinfachen: 1,1308706 x AE - 170,1317647.

Beträgt das Monatsgehalt im Januar 2020 beispielsweise 1.000,00 Euro, werden die Beiträge aus (1,1308706 x 1.000,00 Euro - 170,1317647 Euro =) 960,74 Euro berechnet. Bei einem Beitragssatz zur Rentenversicherung von 18,6 % ergibt sich ein Monatsbeitrag von 178,70 Euro. Der Arbeitgeberanteil wird nach dem tatsächlichen Arbeitsentgelt ermittelt und beträgt (1.000,00 Euro x 9,3 % =) 93,00 Euro. Der Arbeitnehmer übernimmt die Differenz von (178,70 Euro - 93,00 Euro =) 85,70 Euro. Die Berechnung in den übrigen Sozialversicherungszweigen erfolgt in gleicher Weise. Die niedrigeren Sozialversicherungsbeiträge haben für Beschäftigte keine geringeren Leistungsansprüche zur Folge. So wird in unserem Beispiel die spätere Rente nach dem tatsächlichen Gehalt von 1.000,00 Euro berechnet.

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